Die Zeit im Horoskop verstehen
Das Geburtshoroskop beschreibt die grundlegenden Anlagen eines Menschen. Es zeigt, welche Möglichkeiten, Bedürfnisse, Fähigkeiten und Lebensthemen in ihm angelegt sind.
Doch das Leben steht nicht still.
Die Planeten bewegen sich ständig weiter und bilden neue Beziehungen zu unserem Geburtshoroskop. Dadurch entstehen unterschiedliche Zeitqualitäten und Entwicklungsphasen.
Transite zeigen, was gerade aktiviert wird.
Progressionen zeigen, was sich innerlich entwickelt.
Prognosen verbinden diese Informationen zu einer zeitlichen Orientierung.
Transite – der aktuelle Himmel
Ein Transit entsteht, wenn ein laufender Planet einen Aspekt zu einem Planeten oder einer Achse des Geburtshoroskops bildet. Auch der Durchlauf eines Planeten durch ein bestimmtes Haus wird als Transit betrachtet.
Man kann sich einen Transit wie einen Auslöser vorstellen.
Ein Thema, das bereits im Geburtshoroskop vorhanden ist, kann durch einen Transit stärker in den Vordergrund treten.
Beispiel
Steht Saturn im Transit im Quadrat zur Radix-Sonne, kann astrologisch ein Zeitraum betrachtet werden, in dem Themen wie:
- Verantwortung
- Grenzen
- Selbstbehauptung
- Pflichten
- Neuordnung
- Ausdauer
stärker in den Mittelpunkt rücken.
Dabei sollte ein Transit nicht automatisch als „gut“ oder „schlecht“ bezeichnet werden. Entscheidend ist, welches Radix-Thema aktiviert wird und wie der Mensch damit umgeht.
Besonders die langsamen Planeten wie Saturn, Uranus, Neptun und Pluto können längere Entwicklungsphasen anzeigen.
Schnelle und langsame Transite
Nicht jeder Transit besitzt dieselbe zeitliche Bedeutung.
Schnelle Planeten
Mond, Sonne, Merkur, Venus und Mars
Sie bewegen sich relativ schnell durch den Tierkreis und können kurzfristige Stimmungen, Impulse und konkrete Auslösungen anzeigen.
Langsame Planeten
Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun und Pluto
Sie bleiben wesentlich länger in einem Zeichen und können dadurch längerfristige Entwicklungen markieren.
Besonders interessant wird ein Transit, wenn ein langsamer Planet einen wichtigen Radixpunkt mehrfach berührt – beispielsweise durch Rückläufigkeit.